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BEISPIEL FÜR EIN VORSTELLUNGSGESPRÄCH: TEXT

A: Guten Tag, Frau Mahncke. Mein Name ist Silke Rose.

B: Ja, guten Tag, Frau Rose.

A: Ja, Frau Mahncke, Sie haben sich um eine Sprachassistentenstelle in Chile beworben. Wie sind Ihre Vorstellungen von dieser Anstellung und von unserer Behörde?

B: Ja, der DAAD ist ja die größte deutsche Förderorganisation im Bereich Hochschule und genießt ja auch einen sehr guten Ruf und es gibt auch vielfältige Kooperationen. Soweit ich weiß, in Chile gibt es die Kooperation mit dem Goethe-Institut. Und ich denke, dass das sehr gute Arbeitsmöglichkeiten bietet und dass auch der DAAD genügend Ressourcen hat, um gute Unterrichtsmaterialien z.B. bereitzustellen.

A: Und warum sind Sie an der Stelle interessiert?

B: Also, ich halte den interkulturellen Austausch für sehr wichtig und das ist ja auch ein Ziel, was der DAAD verfolgt. Und ich denke, dass mir dieser Job sehr viel Spaß machen wird und auch mir die Möglichkeit gibt, mich beruflich weiterzuentwickeln.

A: Und was denken Sie, warum sollten wir Sie für diese Stellung auswählen?

B: Also, ich habe durch mein Studium und auch durch meine Arbeitserfahrung genug Erfahrung gesammelt, um diesen Job gut zu machen, um diese Arbeit gut zu machen. Und … ja, ich denke, dass ich auch durch meinen Aufenthalt z.B. in Spanien – ich war ein Jahr in Spanien – dass ich dadurch auch etwas über diese südamerikanische oder diese spanische Lebensart gelernt habe und auch keine Probleme mit der Sprache haben werde, so dass ich mich dann in Chile direkt integrieren kann und eigentlich nicht mehr so viel darüber nachzudenken brauche, wie ich meinen Alltag bewältige, sondern mich direkt mit der Arbeit beschäftigen kann.

A: Ja, vielleicht können wir da ansetzen. Können Sie uns etwas mehr über Ihre Person noch erzählen?

B: Ja, ich bin ein sehr offener Mensch und ich lerne gerne neue Menschen kennen, was man ja auch daran sieht, dass ich viel reise und auch viel in anderen Ländern bin.. Ich bin unternehmungslustig, gehe gern ins Kino oder auf Konzerte. Die meisten Leute lernen mich erst einmal eher als ruhigeren Menschen kennen, aber wenn man mich besser kennen lernt, dann merkt man auch, dass ich sehr unternehmungslustig bin und ich bringe gerne Leute zum Lachen.


A: Und können Sie auch kurz Ihre bisherige Berufserfahrung skizzieren?

B: Also, ich habe 2001 mein Abitur gemacht und bin dann zum Studium nach Bonn gezogen. Ich studiere immer noch, Anglistik, Spanisch und Musikwissenschaft und habe dann zusätzlich noch den Studiengang Deutsch als Fremdsprache angefangen. Ich bin damit fast fertig, muss nur noch meine Magisterarbeit schreiben. Und ich habe auch schon einiges an Lehrerfahrung gesammelt. Ich habe in der Schule Französischnachhilfe gegeben z.B., ich habe nach dem Abitur in einem Feriencamp gearbeitet als Betreuer, wo ich auch teilweise dann Aktivitäten geleitet habe, wie z.B. Deutsch unterrichten. Ich habe in Spanien Kindern Nachhilfe gegeben, spanischen Kindern, die in die Schule gehen. Und als letztes jetzt eben das Praktikum in Vaasa.


A: Und warum haben Sie sich für den Lehrberuf entschieden?

B: Also, ich habe mich dafür entschieden, weil mir das einfach Spaß macht, den Kontakt mit den Studenten zu haben und mit den Schülern in diesem Sinne. Ich bin ein Mensch, der gerne mit anderen kommuniziert und mir macht es auch sehr viel Spaß, Dinge zu erklären oder zu helfen und dann einfach auch die Fortschritte bei den Schülern zu beobachten.

A: Und Sie sagten, Sie haben ein Praktikum gemacht in Vaasa. Können Sie sagen, was Ihnen an diesem Praktikum gefallen hat?

B: Ja, ich fand an dem Praktikum besonders schön die Arbeitsatmosphäre an der Universität. Eben es ist eine schöne Mischung zwischen dem Spaß am Lernen und der nötigen Ernsthaftigkeit. Es sind viele junge Menschen an der Uni. Und es gab in Vaasa auch eine DAAD-Lektorin, was auch sehr spannend für mich war und wodurch ich viele Unterrichtsmaterialien kennen gelernt habe und auch die Arbeit des DAAD ein bisschen.

A: Und was würden Sie sagen sind allgemein Ihre Stärken und Schwächen?

B: Also, ich würde sagen, eine meiner Stärken ist, dass ich mich gut auf neue Situationen und Menschen einstellen kann und das auch schon oft genug erprobt habe durch meine Auslandsaufenthalte. Ich bin außerdem sehr geduldig, was ja als Lehrer auch eine dringende Charaktereigenschaft ist sozusagen und ich habe in meinem Studium sehr gut gelernt, Dinge zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen.
Und eine Schwäche wäre z.B., dass ich ein relativ sensibler Mensch bin, also ich nehme auch schon mal Dinge etwas zu persönlich.

A: Und was würden Sie sagen war bisher Ihr größter Misserfolg?

B: Mein größter Misserfolg, also ich würde sagen, der liegt schon weit zurück. Als Kind habe ich Flötenunterricht genommen in der Musikschule und da musste man vor den Eltern vorspielen. Und das fand ich immer sehr unangenehm und das hat auch nicht so gut geklappt dann.

A: Und was würden Sie sagen spricht gegen Sie als Bewerberin?

B: Also, ich bin natürlich Berufsanfängerin. Ich denke, das ist eine Sache, die gegen mich sprechen würde. Ich habe vielleicht noch nicht so viel Routine wie andere Menschen, die schon länger in diesem Beruf sind.



A: Ja, was denken Sie, welches Fachwissen müssten Sie sich noch erwerben?

B: Ich denke, es gibt im Bereich Grammatik noch einige Dinge, wo ich schon noch viel nachlesen muss. Und ich bin zwar ganz gut im Erklären, aber ich denke, im Bereich Grammatik könnte ich mein Wissen noch erweitern.

A: Ja, ich denke, das war’s so weit. Hätten Sie noch Fragen an uns?

B: Ja, ich habe gesehen, es gibt verschiedene Universitäten in Chile. An welcher würde ich arbeiten?

A: Also, ich würde Ihnen die Stelle an der Universität in Santiago de Chile anbieten.

B: Und wann wird diese Stelle frei?

A: Die wird am 1. August neu zu besetzen sein.

B: Gibt es dort auch einen DAAD-Lektor?

A: Zurzeit nicht.

B: Und wie groß ist die Universität?

A: Es ist wohl die größte Universität in Chile.

B: Und wie sieht mein Job dann genau aus? Wie viele Stunden muss ich z.B. arbeiten?

A: Nun, pro Woche hätten Sie so zwischen 8 und 12 Stunden.

B: Und wie ist es mit Weiterbildungsmöglichkeiten? Hätte ich da auch eine Gelegenheit, an einer Doktorarbeit zu arbeiten?

A: Ich denke schon. Bei acht Stunden pro Woche hätten Sie schon Zeit auch für Weiterbildung, also für Doktorarbeitsprojekte.

B: Und dann vielleicht noch eine praktische Sache. Wie ist es mit der Wohnungssuche? Gibt es da jemanden, der mir vielleicht helfen kann, oder?

A: Ich denke, dass Sie schon eine Wohnung gestellt bekommen oder evtl. Hilfe bekommen oder vielleicht können Sie auch die Wohnung einer früheren Sprachassistentin übernehmen. Das könnte auch sein.

B: Ja, das Gehalt wäre vielleicht noch wichtig zu erfahren.

A: Ja, sicher. Die Sprachassistenten erhalten eine Förderung von 1.200 € im Monat. Und ich denke, dass Sie damit ganz gut über die Runden kommen.

B: Ja, wenn ich an die Kosten denke. Wie ist es mit der Versicherung? Ist man da über die Uni evtl. versichert, oder?

A: Sie erhalten eine Versicherung über den DAAD. Also, das ist gesichert.

B: Ja, gut. Ich denke, dann habe ich keine weiteren Fragen.

A: Ja schön, dann danke ich Ihnen für das Gespräch. Und Sie werden demnächst von uns hören.

B: OK, vielen Dank.

A: Ja, auf Wiedersehen.

B: Auf Wiedersehen.